Rankingfaktor 2018: Page Speed

iDIA News   •   19. Januar 2018

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eit Mitte Januar wissen wir: Google wird an seiner Formel (Algorithmus) zur Bewertung des mobilen Rankings schrauben. Das erklärte Ziel bei diesem Update der Suchmaschine ist es, Webseiten mit schnellen Ladezeiten besser zu positionieren.

Zur Erinnerung: Der komplette Google-Algorithmus zur Bewertung einer Webseite beinhaltet über 200 Formeln. Nun geht es also der Ladezeit an den Kragen. Das ist nichts Neues, denn bereits seit über 3 Jahren wurden die Ladezeiten von Seiten für die Ansicht auf dem PC zu einem wichtigen Faktor erklärt.Und wenn wir bedenken, wie ungeduldig wir selber sind, wenn uns eine lahme Seite entgegen schnarcht, ist die Motivation seitens Google absolut logisch. Der Suchmaschinenriese ist nur deshalb so erfolgreich, weil er die Zufriedenheit des Nutzers auf der Suche nach einer gehaltvollen Information in den Fokus aller Aktionen stellt.

Herausforderung: WordPress & Geschwindigkeit

Soviel dazu. Ich selber erstelle für meine Kunden ausschließlich WordPress-Webseiten. Erstens, weil ich SEO und kein Programmierer bin. Und zweitens, weil ich meinen Kunden mit WordPress eine Seite an die Hand gebe, die sie bei Bedarf auch selber bearbeiten und verwalten können. Bei Ausnahmen ist für das Coding und Programmieren von Seiten und Apps Cristian von EVER Design zuständig.

Gegenüber anderen Systemen und händisch programmierten Seiten mit z.B. neuen Programmiersprachen mit Angular JS sind WordPress-Seiten verhältnismäßig schwerfällig. Ohne allzu sehr in die tiefe zu gehen bedeutet das: Ohne Tuning tuckert eine WordPress Seite mit jeder Menge tonnenschweren Ballast durch das Internet. Der Vergleich von voll beladenen Familien-Limousine gegenüber einem Sportwagen kommt dem Verhalten wohl am nächsten.

Auch als Nicht-Programmierer muss ich aber in der Lage sein, die Qualität einer Webseite den Anforderungen der Suchmaschine anzupassen. Ist ja schließlich Teil meines Jobs 😉

Also habe ich mich – wie schon so oft – hingesetzt und die Tasten meines Macs heiß-recherchiert. Heraus kam jede Menge Wissen und natürlich ein Maßnahmenplan für meine eigene und die Webseiten meiner Kunden.

Fakt ist: Die Zukunft ist mobil

Und ich schreibe hier nicht über diverse andere sinnvolle Maßnahmen wie z.B. eine progressive Web App. Auch daran arbeitet Cristian. Aber heute geht es um WordPress-Webseite und deren Fitness Programm.

WordPress Diät 2018: Fitness-Countdown bis Juli

page speed Vorbereitungen 2018 - Blogbeitrag

Je schneller die Webseite lädt, desto besser das Ranking. Eine langsame Webseite ist nur dann eine Katastrophe, wenn man bis zum Juli nichts unternimmt. Es bleibt aber selbst für einen gut gefüllten Kalender genügend Zeit, die Webseite fit zu machen.

Für WordPress-Seiten gibt es jeder Menge sogenannter Plugins – also Werkzeuge für Zusatzfunktionen und Erweiterungen.

Der wirklich gute Punkt ist: Es gibt Plugins für einfach alles, alles, alles.

Entscheidend bei der Auswahl ist die Passgenauigkeit und die Qualität des Werkzeuges.

Google Page Speed Insight

Eine Weisheit aus dem Management lautet: “Confront the brutal facts.”

Also gilt es zunächst herauszufinden, wie der aktuelle Zustand der Webseite in Bezug auf die Einschätzung seitens Google ausfällt. Google Page Speed Insight zeigt in Sekunden nicht nur die Schwachstellen, sondern definiert auch präzise, welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen.

Meiner Erfahrung nach liegen gute WordPress Webseiten zwischen 70 – 85%. Mit 85% würde ich mich persönlich schon sehr zufrieden geben. Wie beim Tuning eines Autos gilt auch hier: Viel hilft nicht immer viel und die ganze Schrauberei kann auch zu einem Wahn werden. Das Ziel ist es ja, die Webseite lokal besser zu positionieren. Mit einem Blick auf (und auch mal in) die Seiten der Mitbewerber lässt sich schnell feststellen, wieviel an Speed nun wirklich nötig und sinnvoll ist.

Wie gesagt: Wer einen Sportwagen haben möchte, kauft sich eben einen Sportwagen 😉

Schwere Bilder, CSS- und Javascript Dateien entfernen & Server-Zeit verkürzen

WordPress Webseiten schleppen einfach zu viel ihres Baumaterials mit herum. Für all diese Arbeiten zur Optimierung gibt es sehr gute Plugins. Bei der Auswahl kommt es für mich in erster Linie darauf an, dass die Installation und die Einstellungen unkompliziert sind und einen höchstmöglichen Effekt haben, also nicht nur für ein System oder einen Server-Typen funktionieren, sondern möglichst universell arbeiten.

Nach mehreren Tagen an Recherche habe ich mich für eine Auswahl an Plugins getestet, die jedes für sich den Speed Score punkteweise nach oben brachten.

WP Fastest Cache

Mit WP Fastest Cache ist es mir auf meiner Testseite gelungen, mit wenigen Klicks in den Einstellungen den Speed Score von 64% auf 74% anzuheben. Da ich mich nie auf ein Tool verlasse, testete ich paralell mit Seobility den SEO Score, der bei diesem neuen, recht schmalen One Pager schon ohne Beiträge bei feinen 81% liegt.

Also nächster Optimierungsvorschlag riet mir Google 6 JavaScript-dateien und 3 CSS Dateien zu entfernen, die das Rendern blockieren

Zur Komprimierung von CSS und JavaScript-Dateien verwende ich WP Performance Score Booster. Aber immer noch mussten die Dateien eliminiert werden, die das Rendering blockieren. Hier kommt nach langer Suche

Autoptimize

ins Spiel. Einfach installiert und die gewünschten Felder angeklickt, schwupps ging der mobile Score auf erfreuliche 79% hoch.

Jetzt blieb noch die Komprimierung der Bild-Dateien. Ich liebe es, mit viele visuellen Elementen in meinen Seiten zu arbeiten, also war hier entsprechend viel zu tun.

Erneut ging die Suche nach dem wirkungsvollsten Werkzeug los. Aber die Suche hat sich gelohnt!

Mit 80% des Google Speed Tests bin ich im grünen Bereich und erst einmal zufrieden.

Nach einigen Verbesserungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung steht nun der SEO Score bei 85%. Also alles gut soweit.

Der Juli kann kommen und bis dahin kann ich nun schrittweise alle Seiten meiner Kunden bearbeiten und auf das große Update vorbereiten. Und für alle diejenigen, die sich schon immer gefragt haben, was so ein SEO eigentlich am Wochenende so treibt, gab’s hier auch genügend Hinweise auf eine schlüssige Antwort 😀

Illya Grigorik, Google Webmaster Team

„Entgegen der landläufigen Meinung versuchen wir tatsächlich, die Zeit zu verkürzen, die Nutzer auf unserer Suchergebnisseite verbringen. Wir möchten, dass sie schnell die Informationen finden, nach denen sie suchen; Das bedeutet weniger Zeit auf der Suchergebnisseite „

By | 2018-01-29T06:37:10+00:00 Januar 27th, 2018|SEO|

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