WordPress 5.0  – Gutenberg Update

Seit Anfang Dezember 2018 wartet WordPress nach 10 Jahren mit einem komplett neuen Editor auf. Die Umstellung ist also mehr, also nur die übliche technische Verbesserung des WordPress-Systems.

Was ist eigentlich ein Editor? im Bereich Webdesign bezeichnen wir den Editor als Bearbeitungsprogramm zur Erstellung und Bearbeitung von Webseiten und Blogbeiträgen. Der neue Editor von WordPress trägt den ehrenhaften Namen Gutenberg, gleichnamig mit dem Erfinder des modernen Buchdrucks.

Ziel der kompletten Erneuerung des Systems ist es, WordPress-Anwendern technisch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Barrierefreiheit Ihrer Webseite zuzusichern. Wer sich vorab schon einmal mit dem Schreiben von Blogbeiträge beschäftigt hat, kennt WordPress als Programm, dass dem Word-System sehr ähnelte. Schreiben, Bild einfügen, fertig. Dabei entstand aber spätestens mit den Anforderungen eines responsiven Designs für die Nutzung auf mobilen Endgeräten immer auch ein Problem. Ohne ein separates Tool zum Editieren war die Darstellung der Beiträge häufig unschön auf den verschiedenen Geräten anzusehen. Im schlimmsten Falle verzogen sich Text und Bilder auf dem Smartphone und sahen recht unprofessionell aus.

Zusätzlich sind in den letzten 10 Jahren die Anforderungen seitens Google an eine saubere Seitenstruktur mit Überschriften und Textelementen wie Aufzählungen oder Zitaten gewachsen.

Das alles soll nun der neue Editor regeln, in dem während des Entwerfen eines Beitrages diese einzelnen Elemente bereits zur Verfügung gestellt werden.

WordPress 5.0 und die Auswirkungen auf die Webseiten

Nun hat ja jede große Veränderung auch deutliche Auswirkungen auf die bestehenden Webseiten. Ich muss zugeben, dass ich bei der ersten Aktualisierung einer meiner Webseiten schon ordentlich nervös war. Da hilft nur eins: Geduldig recherchieren und lernen, mit dem Neuen umzugehen.

Was kann passieren, wenn eine Webseite technisch nicht auf das aktivierte WordPress-Update 5.0 abgestimmt wird? Die häufigsten Auswirkungen sind fehlerhaft dargestellte Elemente. Icons, die vorab ein Thema hübsch gekennzeichnet haben, sind plötzlich nur noch kleine Vierecke. Womöglich wird das Logo des Unternehmens im Menü nicht mehr dargestellt. Oder die Social Media Button verschwinden völlig. Eine deutliche und ärgerliche Auswirkung kann auch ein plötzlich fehlender Slider sein. All das lässt die Webseite in einem halbfertigen oder unprofessionellen Licht erscheinen, und dies gilt es ja unbedingt zu vermeiden. Schließlich ist eine Webseite der Internet-Außendienstmitarbeiter einer Firma, der für Ihren Expertenstatus und Ihre Kompetenz sprechen soll.

Die erste Aktualisierung habe ich also an einer meiner eigenen Webseiten vorgenommen. So konnte ich erfahren, ob das von mir hauptsächlich verwendete AVADA-Theme bereits auf das Gutenberg-Update vorbereitet wurde. Denn wenn ich auf der einen Seite etwas aktualisieren, muss die Webseite auf der anderen Seite an mehreren Stellen an die Neuerung angepasst werden.

Gutenberg WordPress Update Tipps von iDIA Marketing 2019

Unter anderem verwende ich dieses Theme gern, da die Hersteller super schnell auf Änderungen von Außen reagieren und zügig die Notwendigen Updates zur Verfügung stellen.

Arbeiten an der Webseite nach dem WordPress-Gutenberg-Update

Was also sind die Arbeiten an den Webseiten, um sie für das Gutenberg-Update fit zu machen?

Es spricht übrigens nichts dagegen, das Update noch etwas aufzuschieben, denn das alte System wird ja weiter laufen. Die Rundum-Arbeiten sind ja nur notwendig, wenn man die WP-Aktualisierung umsetzt. Und ein ganz wichtiger Punkt, den ich in den vergangenen Jahren gelernt habe ist es, nach dem Bekanntwerden eines Updates auf keinen Fall sofort zu beginnen, die Neuerungen umzusetzen. Das Gutenberg-Update kam am 06. Dezember 2018 heraus. Erst am 20. Dezember habe ich begonnen, die ersten Webseiten upzudaten. Denn nur nachdem etwas Zeit vergangen ist kann ich davon ausgehen, dass die Anbieter von Themes und Plugins Zeit genug hatten, auf die Umstellung reagieren und eine ebenfalls überarbeitete Version Ihrer Produkte zur Verfügung stellen zu können.

Bei der ersten Webseite habe ich zuerst das WordPress-Update umgesetzt und danach das AVADA-Update aktiviert. Als kleine Kettenreaktion – wie gewohnt – mussten dann einzelne Patches und Plugins schrittweise ebenfalls aktualisiert werden.

Mittlerweile habe ich den Workflow umgestellt und gehe so vor:

  1. Aktualisierung des Themes auf die neueste Version (vorab Recherche, ob das Update Gutenberg entspricht)
  2. Aktualisierung aller gekennzeichneten Plugins
  3. Aktualisierung der gekennzeichneten Patches
  4. Umstellung auf WordPress 5.0
  5. Kontrolle, ob jetzt erneut Plugins und Patches “aufleuchten”
  6. Kontrolle der kompletten Webseite auf korrekte Darstellung aller Elemente
  7. Check der Funktionalität bei der Erstellung neuer Webseiten und Blogbeiträge (Möglichkeit des Wechsels zwischen Gutenberg und Theme-eigenem Editor

Nach und nach werde ich also alle Webseiten meiner lieben Kunden aktualisieren. Ehrensache als Dienstleister ist es für mich, diese Aktualisierungen im Rahmen der bestehenden Service-Verträge umzusetzen . Ebenso wie alle Aktualisierungen, die die DSGVO betreffen. Schließlich ist das Ziel meiner Arbeit, meinen Kunden so viel wie möglich an Arbeit und Aufregung abzunehmen und den stets bestmöglichen Internetauftritt sicher zu stellen.

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Wer mehr über das Erstellen von Blogs und das Bearbeiten der Webseite mit dem Gutenberg-Editor erfahren möchte, dem empfehle ich folgenden Link der WordPress-Ninjas.

So, nun wünsche ich Ihnen noch einen guten Start in ein tolles, erfolgreiches 2019. Bei Fragen…Ich bin hier 🙂